Die Geschichte der HERZResilienz®

Im Jahr 2005, nach meinem 38. Geburtstag, wurde bei mir nach einer am Anfang harmlos erscheinenden Untersuchung, Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Ein Monat nach meiner Diagnose begann ich mit der Therapie. Zuerst fünf Wochen Strahlentherapie kombiniert mit stationären Dauerchemotherapien. Danach fünf Wochen Erholung. Am Freitag, dem 13. Jänner war es so weit. Der gesamte Bauchraum wurde geöffnet, der betroffene Darmbereich entfernt und ein Stoma angelegt. Nach drei Wochen Krankenhaus folgten fünf Wochen Erholung danach weitere schwere Chemotherapien. Nachdem ich durch die Chemotherapie immer schwächer wurde und mein Überlebenswille in Richtung null ging, entschloss ich mich die Chemotherapie zu beenden. Ab diesem Zeitpunkt, entschied ich mich meine Behandlung mit alternativen Mitteln weiterzuführen. Sollte nach einem Jahr noch alles in Ordnung sein und ich noch leben, wollten wir mit unseren Freunden gemeinsam nach Paris fliegen, die Stadt besichtigen und meine Genesung feiern. Zwei Wochen vor unserem Abflug bekam ich zum zweiten Mal die Diagnose Krebs. Dieses Mal war es Hodenkrebs. Eine Woche vor unserem Abflug wurde mir im Krankenhaus die Leiste geöffnet, der Tumor entfernt und nach vier Tagen konnte ich nach Hause und flog mit meiner Frau und unseren Freunden nach Paris. Die Woche in Paris war fantastisch. Wir erholten uns und waren endlich weg von den Ereignissen der letzten beiden Jahre. Zu Hause angekommen erhielt ich die Nachricht, dass der Tumor komplett entfernt wurde und keine Therapien notwendig sind, alles schien in bester Ordnung. 

Im Herbst 2007 waren im Bauchraum neben der Hauptschlagader die ersten Metastasen sichtbar. 

Im Jänner 2008 die nächsten Metastasen im Brustkorb zwischen Lunge und Herz. Ich erhöhte meine täglichen Meditationssitzungen und begann täglich zu laufen um mich auf die bevorstehenden Operationen vorzubereiten. Im März 2008 war es so weit, wieder wurde der gesamte Bauchraum geöffnet, zwei Monate darauf in der Druckkammer der Brustkorb um auch die Metastasen zwischen Lunge und Herz zu entfernt. Im Dezember 2009 wurde der Hals neben der Hauptschlagader geöffnet um auch hier Metastasen zu entfernen.  Im Sommer 2015 wurde der untere Rücken geöffnet um eine weitere Metastase zu entfernen, zum Glück stellte sich heraus, dass es dieses Mal keine war

In der Zeit, in der ich im Krankenhaus war, erlebte ich bei mir und meinen Zimmerkameraden sehr viel Leid und ich fragte mich, warum ich unbeschadet durch die Zeit der Strahlen- und Chemotherapie sowie der zahlreichen zum Teil sehr schweren und äußerst schmerzhaften Operationen gehen konnte. Ich glaube, dass es mit der Zeit zu tun hat, in der ich als Schüler meines japanischen Zen-Meisters eine Technik erlernte, welche übrigens auch die Shaolin Mönche verwenden. In dieser Zeit habe ich in mir eine Kraft entwickelt, die ich als gelassene innere Achtsamkeit und Konzentration bezeichnen würde. Diese gelassene Achtsamkeit ist in jedem Mensch vorhanden und wartet nur darauf im Hier und Jetzt aktiviert zu werden. In unserer westlichen Wissenschaft wird das gleiche Phänomen zurzeit untersucht und unter dem Begriff Resilienz (Widerstandskraft) geführt.

Ein Zen-Spruch lautet

Such dir einen Meister, wenn du willst, aber du wirst erst Fortschritte machen, wenn du erkennst, dass dir dein wirklicher Meister jeden Morgen im Spiegel erscheint!